Wer sind wir und wenn ja, warum nur einer? Einige Überlegungen zur personalen und korporativen Identität

Identität in der Unternehmensphilosophie

Das Thema Identität wird in einem Zeitalter der universellen Vergleichbarkeit immer brisanter, sowohl für das Individuum als auch im Unternehmensbereich. Viele neue Organisationsformen von Unternehmen stützen sich auf eine andere, neue, alternative, subversive, disruptive, destruktive oder agile Identität. Die Frage nach dem ‚wahren Ich‘ ist zu geradezu endemischer Penetration gewachsen. Nicht zu reden von den schon klassisch anmutenden Diskussionen um Corporate Identity oder einer identifizierbaren Unternehmenskultur.

Wer bin ich und wenn ja wie viele? titelt Precht. Reden wir also nicht über Identität sondern Identitäten? Was wäre das Gegenteil von Identität? In der Tat ist die Frage nach der Identität auf verschiedenen Ebenen in der Philosophie immer wieder und auf verschiedenen Ebenen gestellt worden. Die Antworten enthalten viele Paradoxa, notwendigerweise, da es um Selbstbezug geht. Im Marketing wird gern der Terminus Corporate Identity verwendet. Damit ist vor allem Wiedererkennbarkeit, Unverwechselbarkeit gemeint. In den dynamischen Veränderungen der letzten Jahren ist die Schaffung einer solchen Identität immer schwieriger oder gar aufgegeben worden. Die personale Identität soll sich in einem agilen System selbst finden und bestätigen. Sie ist nicht mehr von einer korporativen abhängig oder soll diese einheitlich nach außen repräsentieren.

Hier folgen, chaotisch verlinkt, einige Betrachtungen zu verschiedenen Facetten der Identität, von der Identität in der Zeit bis zur „Identitäts-Maschine„.